75

Wachtelzucht

Material

  • ca. 5 befruchtete Wachteleier
  • 1 Inkubator
  • 1 Wärmelampe
  • Kükenfutter oder Legemehl

 

 

Durchführung

Bereits zwei Tage zuvor sollte der Inkubator mit 100ml Wasser befüllt und auf 38 Grad eingestellt werden. Während des gesamten Brutvorgangs müssen ca. alle zwei Tage 100ml Wasser nachgegossen werden (Wasserstand beobachten und bei Bedarf nachfüllen). Die Wachteleier werden auf die Schiene gelegt. Dabei ist darauf zu achten, dass sich der Metallstift in der Führung befindet. Tag 1-15 verbleiben die Eier im Inkubator. Zwischen Tag 15 und Tag 17 wird der Inkubator geöffnet und möglichst schnell werden die Eier, die Schiene und das obere weiße Gitter entfernt. Im Anschluss werden 250ml Wasser nachgegossen, die Eier direkt auf das Gitter gelegt und der Inkubator wieder verschlossen. Zwischen Tag 17 und Tag 20 schlüpfen die Küken.
Die geschlüpften Küken verbleiben so lange im Inkubator bis sie vollkommen getrocknet und alle möglichen Eier geschlüpft sind (längstens jedoch 24 Stunden). Dann setzt man die Küken in einen großen, hohen Karton, welcher mit Zeitungspapier und Küchenrolle ausgelegt wurde, und hängt die Wärmelampe eher über die eine Seite des Kartons (so dass ein warmer und ein kalter Bereich entstehen). Am Boden des Kartons sollten 38 Grad erreicht werden. Futter und Wasser bietet man den Küken, im kalten Bereich, in geringer Menge, in niedrigen, einfärbigen Behältern (wie z.B. Marmeladedeckeln) an. Die Küken sollten ca. 2 Wochen unter der Wärmelampe verbringen. Nach einer Woche sollte der Höhenabstand der Lampe täglich ein bisschen erweitert werden. So gewöhnen sich die Küken an die neuen Temperaturen.

Erklärung

Durch die Wärme und die Drehbewegungen des Inkubators wird die Bebrütung der Eier durch die Mutter simuliert und die Küken Embryos entwickeln sich.

Methodische Hinweise

  • Mit Hilfe von Puzzles, Büchern, laminierten Bildern und verschieden großen Eiern (z.B. vom Wachtelei bis zum Straußenei) kann der Entwicklungszyklus der Wachtel erläutert werden.
  • Im Getränkebehälter sollten kleine Punkte aufgemalen werden, damit die Küken danach piken und so das erste Mal Wasser zu sich nehmen.
  • Mit einem Stethoskop, außen an den Inkubator gehalten, lässt sich das Piepsen der Küken besser hören.
  • Wachteleier können auch im Internet bestellt und per Post verschickt werden. Die Bebrütung ist auch mit einigen Tagen Verzögerung möglich.
  • Derselbe Inkubator kann natürlich auch für die Bebrütung von Hühnereiern etc. verwendet werden.


    Quelle: Stephanie Kaltner, Kindergarten Bergheim