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Herstellung von Orangenöl

Material

  • 1 großes Stück Orangenschale
  • 1 Esslöffel
  • 1 Messer
  • 1 Brett
  • 1 Glasschälchen
  • 4 EL Speiseöl
  • 1 Teller (zum Abdecken des Glasschälchens)
  • ev. 1 kleiner Trichter und ein kleines Fläschchen

    Durchführung

    Die Orangenschale wird mit der Kante des Löffels angerieben und anschließend in kleine Stückchen geschnitten. Diese werden dann mit 4 Esslöffel Speiseöl in einem Glasschälchen für mehrere Stunden, am besten über Nacht, eingelegt. Anschließend kann das Orangenöl mit einem Trichter in ein kleines Glasfläschchen gefüllt oder in eine Duftlampe gegeben werden.

    Erklärung

    Das Speiseöl riecht nach Orangen, weil die Duftstoffe aus der Orangenschale (ätherische Öle, die sich in kleinen Bläschen in der Fruchtschale befinden) durch das Anreiben der Schale und das Einlegen in Öl gewonnen wurden. Da die ätherischen Öle ähnlich aufgebaut sind wie das Speiseöl, lassen sie sich gut vermischen (genaue Erklärung siehe Versuch 73 "Tintentropfen im Wasserglas").

    Methodische Hinweise

    • Die Füllhöhe für Wasser und Öl (je ein Dritel) kann außen am Glas mit einem Stift markiert werden. So fällt es den Kindern leichter, die richtige Menge einzufüllen.
    • Mit einer Zeichnung "Blick durch die imaginäre Riesenlupe" lässt sich die Unterschiedlichkeit von Wasser und Öl, bzw. die Ähnlichkeit von Tinte und Wasser gut veranschaulichen.
    • Da der Umgang mit Öl zu Umweltverschmutzungen führen kann, sollte Öl sehr sparsam und achtsam verwendet werden. Diese Thematik (Öl nicht in den Ausguss leeren) sollte mit den Kindern besprochen werden - siehe auch Versuch 73 "Tintentropfen im Wasserglas".

     

    Lück Gisela: Experimentierfreunde Handbuch, Finken Verlag GmbH Oberusel 2009, 3. Auflage