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Lavendelseife selbstgemacht

Material

  • Seifenreste oder Kernseife natur alternativ Seifenflocken
    (über Apotheke oder Internet beziehbar, sind jedoch
    nicht so fein wie selbst gerieben)
  • 1 feine Küchenreibe
  • Lavendelblüten getrocknet
  • ev. Lebensmittelfarbe, lila
  • ev. ätherisches Lavendelöl

 

Durchführung

Die Seifenreste mit der Küchenreibe ganz fein reiben. Die Lavendelblüten mit etwas kochendem Wasser übergießen (wie einen sehr starken Tee). Teelöffelweise warmen Tee über die Seifenflocken geben und gut verrühren. Nach Belieben können auch getrocknete Lavendelblüten, ein paar Tropfen ätherisches Öl, sowie Lebensmittelfarbe hinzugefügt werden. Im Anschluss knetet man die Seifenmasse von Hand gut durch. Es ist darauf zu achten, dass gerade so viel Flüssigkeit wie nötig dazugegeben wird. Die Masse soll sich anfühlen wie feste Knetmasse und kann nun entsprechend modelliert werden. Die Seifenfiguren lässt man vor der Verwendung an einem warmen Ort ein paar Tage gut durchtrocknen.

Erklärung

Seife verbindet sich gerne mit Wasser und lässt sich von diesem auflösen. Je feiner wir die Seife reiben, desto besser kann das Wasser heran. Seife und Wasser bilden schließlich eine homogene Masse. Umrühren und gutes Kneten tragen ihr Übriges dazu bei. Anfänglich noch weich und formbar wird die Seife nach ein paar Tagen hart. Das Wasser zwischen den Seifenteilchen ist verdunstet, die Bindung zwischen den Teilchen wurde dadurch stärker. Unsere Seife duftet herrlich nach Lavendel. Würde man Lavendel und Wasser unter einer imaginären Riesenlupe betrachten, könnte man erkennen, dass die beiden Stoffe sehr ähnlich aussehen. Und da Gleiches sich gerne in Gleichem löst, kann sich der Lavendelduftstoff im Wasser optimal lösen. Der Duft geht in die Seife über und beim Anwenden der Seife auf unsere Hände. Dieses Herauslösen bezeichnet man in der Fachsprache auch als Extraktion.

 

Quelle:
Riedler Elisabeth