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Höhenmesser

Material

  • Höhenmesser von Atelier Lila

 

Durchführung

Mit diesem Verfahren kann man die Höhe eines Objekts, z.B. eines Baums, ohne Maßband bestimmen. Erst geht man mit dem Höhenmesser in der Hand mindestens doppelt so weit vom Objekt weg, wie dieses hoch ist - der Weg muss annähernd eben sein und man muss die Spitze frei erkennen können. Nun hält man den Höhenmesser vor das Auge und visiert die Spitze des Objekts an. Dabei muss der Höhenmesser genau waagrecht sein, das Lot (Schnur mit der Kugel) streift gerade das Querhölzchen. Scheint der Stab beim Männchen im Höhenmesser höher als die Spitze des Objekts, geht man soweit vor, bis sich Stab und Spitze decken. Diesen Punkt markiert man auf dem Boden, z.B. mit einem Stein oder Kreidestrich. Nun geht das Kind von diesem Punkt mit normal großen, gleichmäßigen Schritten zum Fußpunkt des Objekts und zählt die Schritte. Die Anzahl wird durch zwei geteilt, das ergibt den ungefähren Abstand in Metern. Nochmals durch zwei teilen und eins dazu zählen ergibt die Höhe.

Erklärung

Die beiden Dreiecks-Seiten a (Auge - Fußpunkt Stab) und b (Höhe des Stabs) des Höhenmessers wurden so gewählt, dass sie im Verhältnis 2:1 stehen. Decken sich beim Durchschauen die Spitze des Stabs und die Spitze des Objekts, so entsteht ein (im mathematischen Sinn) "ähnliches" Dreieck: a' (Kind-Fußpunkt des Objekts) und b' (Höhe des Objekts). Das heißt, dass sich der Abstand vom Fußpunkt zur Höhe ebenfalls wie 2:1 verhält. Bei 5-6 jährigen Kindern liegt die mittlere Schrittweite bei 50 cm, daher teilt man die Anzahl der Schritte durch zwei, damit der Abstand in Metern herauskommt. Weil die Höhe des Objekts die halbe Länge des Abstands zum Fußpunkt ist, dividiert man nochmals durch zwei. Diese Höhe wurde vom Auge des Kinds aus gemessen. Man kann die Augenhöhe eines 5-6 jährigen Kindes mit 1 m annehmen, somit ist das Objekt insgesamt um einen Meter höher.

 

Literatur:
Atelier Lila, Höhenmesser
http://www.atelierlila.de/spielzeug_pages/hoehenmesser.htm, (Jänner 2016)