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Ein Gummibärchen wächst

Material

  • Gummibärchen
  • 1 Glas mit kaltem Leitungswasser
  • 1 Glas mit Regenwasser oder destilliertem Wasser

    Durchführung

    Je ein Gummibärchen in die beiden Gläser legen. Am nächsten Tag
    sind sie dick und groß geworden. Das Gummibärchen im Regenwasser
    wurde dabei jedoch deutlich größer.

    Erklärung

    Die Wassermoleküle dringen in das Gelatinebärchen ein und lassen es aufquellen. Regenwasser enthält im Gegensatz zu Leitungswasser kaum gelöste Stoffe (z.B. Magnesium- und Kalziumionen). Gummibärchen enthalten natürlich sehr viele verschiedene Stoffe (Zucker, Geschmacks- und Farbstoffe). Um dieses Konzentrationsgefälle auszugleichen, muss das Gummibärchen im Regenwasser deutlich mehr Wasser aufnehmen, als das Gummibärchen im Leitungswasser und quillt entsprechend stärker auf.

    Methodische Hinweise

    • Da Gummibärchen Gelatine enthalten, muss man kaltes Wasser verwenden, damit sie sich nicht auflösen.
    • Auch Reis hat die Fähigkeit, viel Wasser aufzunehmen: "Beobachte was mit dem Reis passiert, wenn er gekocht wird!"

     

    Ergänzungsversuch

    Es bietet sich an, die aufgequollenen Gummibärchen wieder trocknen zu lassen. Vergleicht man mit dem Original, ist der getrocknete Bär etwas kleiner, heller und härter geworden. Ein Teil der Stoffe wird also vom Wasser herausgelöst. So auch der Wachsüberzug, der das Gummibärchen vor zu starker Austrocknung schützt.
    Auch kann man versuchen, die Riesengummibärchen einzufrieren oder Gummibärchen-Kleber (siehe Versuch 12 "Der Gummibärchen-Kleber") aus den kleinen Riesen herzustellen.

     

    Literatur:
    Krekeler Hermann, Rieper-Bastian Marlies, 2000/2007: Spannende Experimente: Naturwissenschaft spielerisch erleben.
    Ravensburger Buchverlag, Ravensburg. Quelle: Riedler Elisabeth