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Eiswürfel fischen

Material

  • 1 Eiswürfel pro Kind
  • Wasser
  • 1 Schüssel
  • dicker Wollfaden
  • Stift
  • Salzstreuer

    Durchführung

    Schüssel mit Wasser füllen und Eiswürfel hineinlegen.
    Faden als "Angelschnur" an einen Stift binden und gut befeuchten; das freie Ende des Fadens auf den Eiswürfel legen. Kochsalz über die Stelle streuen, wo der Faden auf dem Eiswürfel liegt, einige Sekunden warten und dann "fischen".

    Erklärung

    Salz bringt das Eis zum Schmelzen, weil es den Gefrierpunkt herabsetzt. Je mehr Eis allerdings durch das Salz aufgetaut wird, desto geringer wird die Salzkonzentration. Schließlich reicht die Salzmenge nicht mehr aus, um das Wasser flüssig zu halten und der Eiswürfel friert mit dem Faden wieder zu.

     

    Methodische Hinweise

    • Geschichte: Ein Eskimojunge am Nordpol möchte fischen. Als er während einer Pause die Jause auspackt und sein Brot salzt, fällt etwas daneben und lässt die Angelschnur am Eis anfrieren…
    • Hinweis aufs Salzstreuen im Winter: selber Effekt, aber schädlich für die Umwelt. (Weil der erhöhte Eintrag von Natrium- und Chloridionen negative Auswirkungen auf Bodenstruktur und Vegetation hat). Es gibt neuerdings auch andere Salze als Kochsalz, die weniger Schaden in der Umwelt anrichten, sie sind aber teurer.
    • Es bietet sich an, als weiterführende Experimente andere Versuche zu den Aggregatszuständen zu wählen.
    • Man kann auch die Eiswürfel verschieden einfärben und einen Wettbewerb daraus machen: Ein Kind fischt die grünen Eiswürfel, ein anderes die roten, wer ist zuerst fertig?


    Literatur:
    BAKIP Feldkirch, 2010: Forschermappe der BAKIP Feldkirch. S.6
    Dennerle Astrid, Evers Nina, Kaupp Jeanette, 2003: Löwenzahn: Peter Lustigs
    Forschertipps: Erde und Wasser. SoliMedia Productions GmbH, Erfurt.