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Mikroskopieren mit Kindern

Material

  • Mikroskop mit 20- und 40-fach
    Vergrößerung
  • 1 Petrischale (Deckel und Boden)
    oder durchsichtiger Joghurtbecherdeckel
  • ev. Pipette, Federpinzette (für
    lebende Tiere)

 

Durchführung

Bevor die Kinder mit dem Mikroskop arbeiten, sollen sie die Mikroskopierregeln kennen. Diese sind kurz dargestellt:

  • Licht einschalten und Objektivrevolver auf die schwächste Vergrößerung einstellen.
  • Petrischale mit dem Objekt in die Mitte des Objekttischchens legen und durch beide Okulare schauen.
  • Das Bild langsam und vorsichtig durch Drehen am Grobtrieb scharf stellen.
  • Die Linse nie mit den Fingern anfassen.
  • Das Mikroskop vor Flüssigkeiten schützen.
  • Mikroskopierutensilien nie direkt auf das Objekttischchen legen, immer eine Petrischale, Glasschälchen o.Ä. verwenden.
  • Das Mikroskop nur am Stativ und immer aufrecht tragen.
  • Lebende Tiere behutsam behandeln, während des Mikroskopierens feucht halten und etwas Substrat (Erde, Laubblatt, etc.) mit in die Petrischale geben.
  • Lebende Tiere nach dem Mikroskopieren wieder an ihren angestammten Lebensraum zurückbringen.

    Der Regenwurm unter dem Mikroskop:

    Unter dem Mikroskop betrachtet, ist zu beachten, dass Regenwürmer sehr lichtscheu sind und empfindlich auf Trockenheit reagieren. Man soll sie daher nicht unnötig lange dem Licht aussetzen (v.a. die UV-Bestandteile im Licht rufen Schädigungen hervor) und sie stets feucht halten (mit Pipette oder Sprühflasche befeuchten).
    Spannend ist es, den Regenwurm in seinen Bewegungen zu beobachten (Kontraktionen des Hautmuskelschlauchs) oder herauszufinden, wo sich das Vorder- bzw. Hinterende befindet (siehe Versuch 18 "Regenwürmer genauer betrachtet") Vor allem junge Würmer lassen sich unter dem Mikroskop besonders schön betrachten.
    Die Haut ist sehr dünn und man kann teilweise die Organe und ihre Bewegungen erkennen. So nackt Regenwürmer auch aussehen, sie gehören zu den Wenigborstern und haben pro Segment acht feine Borsten. Lässt man einen großen Regenwurm über ein Blatt Papier kriechen, kann man tatsächlich das leise Kratzen der Borsten hören!
    Am Ende des Experimentes den Regenwurm wieder zurück in den Garten bringen.

    Erklärung

    Generell lässt sich fast alles unter dem Mikroskop betrachten: Gegenstände aus dem Alltag, Steine, Schmetterlingsflügel, Käfer, Blütenblätter, Insekten, Wassertierchen und vieles mehr.

    Methodische Hinweise

    • Vor dem selbständigen Arbeiten mit dem Mikroskop sollten die Pädagogen einen Ablauf vormachen und danach helfend zur Seite stehen. Mikroskope sind sehr robust und für Kinder ab etwa fünf Jahren sehr gut geeignet. Für jüngere Kinder ist das dreidimensionale Sehen durch beide Okular häufig noch schwierig.


      Literatur:
      http://www.biologiedidaktik.at/Tiere/Regenwurmexperimente.html (Jänner 2016)
      http://hypersoil.uni-muenster.de/1/01/08.htm (Jänner 2016)