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Regenwürmer genauer betrachtet

Material

  • Ein großes, sauberes Gurkenglas
  • Gartenerde
  • Zwiebelreste
  • Kaffeesatz
  • einige Blätter
  • einige Regenwürmer

 

 

Durchführung

Erde mit Regenwürmern ins Glas füllen. Zwiebelreste, Kaffeesatz und Blätter darauf legen. Das Glas in eine dunkle Ecke stellen. Abwarten und beobachten; ggf. ab und zu zwei Teelöffel Wasser dazugeben, damit die Erde feucht bleibt.

Erklärung

Die Regenwürmer graben sich nach oben und holen sich die Nahrung.

Methodische Hinweise

  • Wenn man das Regenwurmglas mit dunklem Papier abdeckt, fühlen sich die Würmer durch die Dunkelheit geschützt und kriechen bis an den Rand. So lassen sich Gänge und Würmer noch besser beobachten.
  • Zum Einstieg evtl. die Regenwürmer in einer Schale im Kreis herumgeben und fragen, was die Kinder schon über Regenwürmer wissen.
  • Anatomie und Bedeutung des Regenwurms besprechen. Regenwürmer sind wichtig für den Boden: Sie fressen organischen Abfall (wie Blätter und Pflanzenreste) und durchlüften die Erde. Ihre Gänge erleichtern Pflanzen das Wurzelwachstum. Ein guter Boden enthält 100-400 Regenwürmer pro Quadratmeter. Übrigens ein weit verbreiteter Irrtum: Ein geteilter Wurm wird nicht zu zwei Würmern! Nur der hintere Teil (mit dem After) kann erneuert werden.
  • Regenwürmer in der Nahrungskette: Sie sind Futter für zahlreiche Vogelarten, Marder, Maulwürfe, Igel, Spitzmäuse, Erdkröten, Frösche, Feuersalamander, Hundertfüßer, Ameisen, Laufkäfer, Füchse und Dachse.
  • Zum Abschluss des Experiments gemeinsam die Würmer wieder im Garten aussetzen.


Literatur:
BAKIP Feldkirch, 2010: Forschermappe der BAKIP Feldkirch. S.3
Dennerle Astrid, Evers Nina, Kaupp Jeanette, 2003: Löwenzahn: Peter Lustigs Forschertipps:
Erde und Wasser. SoliMedia Productions GmbH, Erfurt
Andrews Georgina, Knighton Kate, 2008: 100 spannende Experimente für Kinder. Bassermann Verlag, München