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Das Miniglashaus

Material

  • 2 kleine Becher
  • 1 Schüssel (höher als die Becher)
  • Wasser
  • 1 Thermometer
  • Sonnenschein

 

Durchführung

Beide Becher werden gleich hoch (etwa halbvoll) mit Wasser befüllt. Dann stellt man sie nebeneinander in die Sonne und deckt einen mit der Glasschüssel ab. Nach einer Stunde wird in beiden Bechern die Temperatur mit dem Finger (bzw. Thermometer) gemessen - das Wasser unter der Schüssel ist wärmer.

 

Erklärung

Das Sonnenlicht geht durch Glas und verwandelt sich in Wärme. Ein Teil der Wärme bleibt unter dem Glas gefangen. Das ist das Prinzip von Glashäusern und Wintergärten (siehe Versuch 37 "Kressesamen im Mini-Glashaus")
Genauer: Die Sonnenstrahlung geht ziemlich ungehindert durch das Glas durch. Beim Auftreffen auf den Untergrund wandelt sich ein großer Teil in Wärmestrahlung (im infraroten Teil des Spektrums) um. Glas ist für diese Strahlung fast undurchlässig, daher bleibt die Wärme »eingefangen«.
Das ist auch die Erklärung für den globalen Treibhauseffekt (»global warming«). In diesem Fall ist hauptsächlich das Kohlenstoffdioxid der für die Wärmestrahlung undurchlässige Filter. Das Zurückhalten der Wärmestrahlung ist umso größer, je mehr CO2 in der Atmosphäre ist.

Literatur:
http://www.saarland.de/dokumente/ressort_umwelt/Baustein1_Haus.pdf (Arbeitsblatt 6) (September 2012)