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Kaulquappen-Aufzucht

Material

  • ca. 10 Kaulquappen (z.B. aus dem Kindergarten- oder Schulteich)
  • 1 Aquarium
  • Kies
  • Steine, Holzstücke, Pflanzen
  • 1 Stück Korkrinde
  • Trockenfutterflocken (z.B. für Goldfischteiche)
  • eventuell Magnete "Frosch" von Wehrfritz

Durchführung

Das Aquarium mit Kies, Wurzelstücken, Pflanzen (z.B. Wasserpest etc.) einrichten (Gegenstände vorher gründlich mit Wasser abspülen. Auf dem Wasser sollte immer ein Stück Korkrinde schwimmen (damit metamorphierte Kaulquappen nicht ertrinken). Am besten geeignet ist durch ein Teesieb gefiltertes Teichwasser (ansonsten weiches Leitungswasser verwenden). Als Standort eignet sich am besten ein Platz mit 1-2 Stunden Vormittagssonne und dann keiner direkten Sonneneinstrahlung mehr. Ca 10 Kaulquappen (oder Eier) hinzugeben. Wichtig für eine normale Entwicklung der Kaulquappen ist eine geringe Tierdichte (maximal 5 Kaulquappen pro Liter Wasser). So kann der "Crowding- Effekt" verhindert werden (eine Vergiftungserscheinung, hervorgerufen durch die Kaulquappen- Ausscheidungen, die vermutlich im Freiland eine Futterkonkurrenz ausschalten soll). Die noch kleinen Kaulquappen fressen zuerst von der Gallerte des Laichs. Etwas später können sie von den Kindern 2x täglich mit ein paar Trockenfutterflocken gefüttert werden. Dabei ist es wichtig, äußerst kleine Mengen zu verwenden, die von den Tieren sofort aufgefressen werden sollten, da sonst das Wasser schnell "kippen" kann. 1-3 x pro Woche sollte das Wasser gewechselt werden (Kotentfernung). Um das Wohl der Tiere zu gewährleisten, empfiehlt es sich, sie bereits auszusetzen, wenn alle vier Beine vorhanden sind, sie aber noch einen Ruderschwanz haben.

Erklärung

Viele Tierarten machen im Laufe ihres Lebens eine Metamorphose (Verwandlung) durch. Frösche laichen im Teich, die geschlüpften Kaulquappen sind Kiemenatmer und entwickeln sich langsam zum Frosch. Dieser erreicht meist nach zwei Jahren die Geschlechtsreife und pflanzt sich am Ort seiner Geburt fort.

Methodische Hinweise

  • Um das ökologische Gleichgewicht nicht zu beeinflussen, ist es unbedingt erforderlich, die Kaulquappen wenn sie metamorphiert sind an jenen Ort zurückzubringen, wo die Eier entnommen wurden (da hier eine natürliche Population vorkommt).
  • Als kindgerechte Begleitlektüre zu diesem Experiment eignet sich z.B. "Der Frosch" von Daniel Moignot und Friederike Naroska.


    Literatur:
    http://www.froschnetz.ch (Jänner 2016)